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Posts Tagged ‘Online-Lehre’

Kleine Online-Übungen selbst erstellen. Einfach und kostenfrei. 

Die Seite learningapps.org bietet die Möglichkeit, multimediale Übungen zu erstellen. Folgende Aufgabenformate sind möglich:

Paare zuordnen, Gruppen zuordnen, auf einen Zahlenstrahl eintragen, freie Textantwort, diverse Zuordnungen Audio-Text-Bild, Multiple-Choice-Test, Lückentext.

Außerdem gibt es verschiedene Spiele wie Hangman, Kreuzworträtsel, Gruppenpuzzle und mehr.

Ich habe eine meiner analogen Übungen zu den Vergangenheitszeiten genommen und auf das digitale Format abgebildet. Grundlage sind Sätze im Pretérito Perfecto, Pretérito Indefinido und im Pretérito Imperfecto. Jeder Satz ist irgendwo in der Mitte durchschnitten, so dass in der einen Hälfte das konjugierte Verb steht und die andere Hälfte durch Adverbien, adverbiale Bestimmungen, die Syntax oder den Inhalt mehr oder weniger klar zugeordnet werden kann.

Die Tauglichkeit der Sätze habe ich schon mehrmals analog mit ausgedruckten Schnipseln in verschiedenen Lerngruppen erprobt. Jetzt habe ich die Sätze bei learningapps.org eingetippt. Leider konnte ich die Online-Übung noch nicht testen, wollte das Ergebnis trotzdem hier mal vorstellen.

https://learningapps.org/display?v=pku5voce220

Oder hier die Vollbild-Variante: https://learningapps.org/watch?v=pku5voce220

Hilfreich finde ich die Markierungen: rot für Satzanfänge und blau für die Enden. Durch die Menge der Sätze wird es am Bildschirm etwas unübersichtlich, aber mit jedem gefundenen Paar wird das Bild übersichtlicher.

Das ist jetzt erstmal ein allererster Einstieg in die Plattform. Neben vielen anderen Aufgabenformaten kann man auch einen virtuellen Klassenraum erstellen, in dem die eigenen SuS u. a. selbst Apps erstellen und bereitstellen können. Dazu hoffentlich später mehr.

Hier findet ihr ein Tutorial auf Youtube zu den verschiedenen Aufgabenformaten

Und ein Tutorial zum virtuellen Klassenraum auf learningapps.org

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Eine unserer aktuellen Aufgaben sehe ich darin, Übungen aus dem analogen Unterricht in Formate zu bringen, die im Online-Unterricht umsetzbar sind. Hier mal ein Versuch mit einer Übung zum Literaturunterricht in Klasse 12.

Ich habe den Roman „Un viejo que leía novelas de amor“ bereits im letzten Halbjahr durchgenommen und hatte für das achte Kapitel eine Übung vorbereitet, in der die SuS zwanzig Sätze aus dem Kapitel in die richtige Reihenfolge bringen mussten. Die Sätze hatte ich ausgedruckt und auseinander geschnitten. Die Schnipsel (ursprünglich 30) wurden unter den SuS verteilt und alle mussten kooperativ arbeiten: ihre Sätze vergleichen, in den Kontext bringen und auf einem Tisch in der richtigen Reihenfolge auslegen.

Nun habe ich versucht, diese Übung als kleine App unter learningapps.org für den Online-Unterricht umzusetzen. Im Moment sieht das so aus:

Ist noch nicht optimal, der Platz ist eindeutig zu knapp für soviel Text, auch wenn man durch Klicken jeden Text nach vorne holen kann. Ausprobieren könnt ihr die Aufgabe hier:

https://learningapps.org/11289229

Die Schrift kann ich leider nicht verkleinern. Ich probiere weitere Formate dieser Plattform für andere Übungen aus und berichte hier weiter von meinen Ergebnissen 🙂

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Padlet ist eine digitale Pinnwand, auf der eine Lerngruppe Beiträge digital sammeln und organisieren kann, so wie ich das herkömmlicher Weise im Klassenraum mit Beiträgen an der Tafel mache.

Ich nehme an, für die meisten von uns ist es im Moment eine wichtige Frage, wie wir bestimmte Unterrichtsabläufe online abbilden können. In manchen Fällen ist das einfach (wie z. B. schriftliche Aufgaben einfordern und korrigieren), in anderen Fällen muss man sich nach geeigneten Tools umsehen.

Bei dem kostenlosen Webservice Padlet handelt es sich, grob gesagt, um ein digitales schwarzes Brett, auf dem verschiedene Nutzer Beiträge anpinnen können. Man kann die Inhalte in unterschiedlicher Weise strukturieren und so kollaborativ Wissen sammeln und systematisieren. Zur Funktionsweise empfehle ich ein Video-Tutorial.

Padlet dient meiner Meinung nach gut dazu, gemeinsam online ein Tafelbild zu erstellen. Am Ende hat man ein übersichtliches, für alle jederzeit zugängliches Repositorium von Gedanken, Begriffen, Bildern etc.

Dabei hat ein Padlet folgende Pluspunkte gegenüber dem analogen Tafelbild:

  • Das Padlet bleibt online für alle zugänglich.
  • Man kann die Autoren jedes einzelnen Beitrages ein- oder ausblenden.
  • Neben Textbeiträgen können auch Bilder, Videos oder Links gepinnt werden.
  • Man kann einzelne Beiträge beliebig an der Pinnwand verschieben.
  • Eine Kommentarfunktion kann aktiviert werden, so dass Beiträge von anderen ergänzt oder hinterfragt werden können.
  • Ein Padlet kann jederzeit auf „Nur lesen“ geschaltet werden, so dass keine nachträglichen Veränderungen vorgenommen werden können.
  • Bei Bedarf werden die Beiträge erst nach Freigabe durch einen Moderator veröffentlicht.

Ich habe das Buch „Un viejo que leía novelas de amor“ schon im vergangenen Halbjahr gelesen. Um die Möglichkeiten und Funktionsweise des Tools auszuprobieren, habe ich jetzt angefangen, ein Padlet dazu zu erstellen:

 

Padlet: Un viejo que leía novelas de amor

Diese Pinnwand dient im Moment ausschließlich Demonstrationszwecken und ist auf „Nur lesen“ geschaltet. Ich habe darauf verzichtet, SuS miteinzubeziehen, und habe auch nur einen Bruchteil des im vergangenen Halbjahres erarbeiteten Materials eingepflegt, aber ich denke, am Beispiel wird deutlich, wie man die Anwendung benutzen kann.

Einsatz im Online-Unterricht

Wenn ich dieses Padlet im Online-Unterricht gemeinsam mit der Lerngruppe füllen wollte, würde ich zunächst nur die Spalten anlegen. Dann könnte ich verschiedene SuS mit dem Bearbeiten einzelner Spalten beauftragen: Z. B. könnten immer zwei SuS gemeinsam die Stichpunkte zu einem Kapitel zusammentragen. Die Zitate und Symbole würde ich wahrscheinlich von allen gemeinsam füllen lassen, weil hier um individuelle und vielfältige Ideen gefragt sind.

Bei den Spalten „Temas“ und „Citas favoritas“ habe ich zu den meisten Einträgen Fragen oder Arbeitsaufträge hinzugefügt. Hier könnten die SuS sich beispielsweise drei Aufgaben auswählen, die sie bearbeiten wollen und mithilfe der Kommentarfunktion ihren Namen eintragen. Hier müsste man klären, ob die Antworten auch in das Padlet sollen oder dann als separates Dokument abzugeben sind.

Differenzierung ist leicht möglich, indem man Spalten, die mehr Textarbeit erfordern, anderen SuS zuteilt als Spalten, deren Inhalt rein reproduktiv sind oder mit Bildern gefüllt werden können. Das würde dann vom Prinzip her funktionieren wie eine Differenzierungsmatrix.

Falls jemand von euch dieses Padlet mit den Inhalten gerne für sich nutzen möchte, sollte es möglich sein, über den Button „Remake“ sowohl Design als auch Inhalte zu kopieren und dann mit eigenen Inhalten zu ergänzen.

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Der Artikel zum ist jetzt schon fünf Wochen alt, wird aber wohl noch eine ganze Weile sehr aktuell bleiben. Es handelt sich um einen Erste-Hilfe-Plan für die Ad hoc-Umstellung auf Online-Lehre.

Dr. Anja C. Wagner, Fachfrau für innovative Bildung, kreative Trendsetterin für den Bereich globaler Transformation im digitalen Wandel und selbsternannte „Bildungsquerulantin“ hat Mitte März aus aktuellem Anlass Empfehlungen für Bildungseinrichtungen zusammengestellt – zur groben Orientierung und als Leitplanken für die kommende Zeit.

Der Artikel „Wie geht Online-Lehre quick and dirty?“ strukturiert übersichtlich und nachvollziehbar die Gedanken und Schritte in der Umstellung auf Online-Unterricht in einer Schule oder Hochschule. Insgesamt richtet sie sich dabei eher an die Administratoren und Unterrichtsplaner, trotzdem würde ich den kurzen Text allen empfehlen.

Speziell an uns LehrerInnen, die wir die Dinge umsetzen müssen, richtet sich der Abschnitt „Regelbetrieb“, in dem Anja C. Wagner erklärt, wie man einen Tag Online-Unterricht strukturieren kann. Dabei geht es nicht um konkrete Aufgaben oder Apps, sondern um die Organisation des Unterrichts.

Erhellend fand ich zum selben Thema das Interview mit Anja C. Wagner im Soziopod: https://youtu.be/vUgCclcb_J4

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