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Ein Lied, das außer gelegentlichen Subjuntivos keine großen Schwierigkeiten bereit hält, ins Ohr geht und gute Laune macht.

Zugegeben: Ich habe den Subjuntivo ein bisschen als Vorwand genommen, um die letzte Stunde vor den kleinen Skiferien in der Klasse 11 (3.Fremdsprache) ganz beschwingt ausklingen zu lassen. Das unverzügliche fröhliche Mitwippen im Takt gab mir Recht. Zuerst haben wir die offizielle Video-Version gesehen:

Im Anschluss bietet es sich an, zum einen danach zu fragen, was vom Text verstanden wurde und zum anderen, wovon das Video erzählt. Die Begriffe kann man an der Tafel in zwei Spalten sammeln und dazwischen eine Schnittmenge bilden.
Danach habe ich eine zweite Version des Videos gezeigt, die zusätzlich nicht nur Jennifer López, sondern auch den Text beinhaltet:

Ja nach Kurs kann man anhand des eingeblendeten Textes die Subjuntivos mündlich heraussuchen lassen oder den Text austeilen und Zeile für Zeile durchgehen.

Mögliche sprachliche und formale Themen

  • Subjuntivos
  • Stilmittel und Wirkung der vielen Wiederholungen
  • Klangliche Stilmittel der Assonanz
  • Lyrisches Ich, Du und Wir

Inhaltlich

  • Wortfelder (zB Menschen miteinander, Geographie)
  • Zentrale Bedeutung des Begriffes „(no hay) fronteras
  • Hinweis auf die Biographie des Sängers: der Deutsch-Spanier ist in Barcelona und Tokio aufgewachsen.

Aufgabe Anwendung Subjuntivo

Was will das lyrische Ich? Wie soll die Welt sein? Wie die Menschen?
Und du? Wie hättest du gerne die Welt und die Menschen?

Ich wünsche euch eine beschwingte Stunde 🙂

 

Bajo el mismo sol

Te digo claro claro
No es nada raro raro
Así se puede, amor
Un mundo enano enano
Estamos mano a mano
Solo hace falta el amor
Se puede, amor.

Yo quiero que este sea
El mundo que conteste
Del este hasta oeste
Y bajo el mismo sol
Ahora nos vamos
Sí juntos celebramos
Aquí todos estamos
Bajo el mismo sol
Bajo el mismo sol
Bajo el mismo sol.

Saca lo malo malo
No digas paro paro
Vale la pena, mi amor
La pena mi amor
No hay fronteras eras
Será lo que tu quieras
Lo que tu quieras, amor
Se puede, amor (con mi amor se puede)

Yo quiero que este sea
[…]
Quiero que el mundo se, mundo se, mundo se
Quiero que mundo se una, mi amor
[…]

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Spanischsprachige Popsongs für verschiedene Lernjahre und mit unterschiedlichen Lernzielen.

In den Ferien ist mir aufgefallen, dass ich (nach Lieder im Spanischunterricht) schon viel zu lange keinen Latino-Pop mehr im Unterricht gehört habe. Weil ich mich nicht so gerne wiederhole, habe ich nach neuen geeigneten Songs Ausschau gehalten. Hier eine Übersicht über meine Ausbeute. Die Stücke sind noch nicht im Unterricht getestet und bisher nur mit ersten Ideen für ihren Einsatz versehen.

Super für oraciones condicionales irreales: „Si pudiera bajarte una estrella del cielo / Lo haría sin pensarlo dos veces“ und noch ein paar mehr davon; daher frühestens ab dem dritten Lernjahr. Ansonsten eher herkömmliche Metaphern eines Liebesliedes, ein niedliches Video und ein unwiderstehliches Duo auf der Bühne 😉

Absolut Ohrwurm-verdächtig mit witzigem Video. Der Text ist einfach zu verstehen, es gibt fast nur infinitivo und presente; daher schon im ersten Lernjahr einsetzbar. Das Video liefert den Text gleich mit,

Inhalt: La lista ist die Liste der Dinge, die das Ich unbedingt noch in seinem Leben tun möchte. Deshalb kann man prima eine kreative Aufgabe anschließen: Erstellt eure eigene Liste der Dinge, die ihr auf jeden Fall tun wollt. Falls Zeit und Lust vorhanden, kann man mit dem Handy das Video mit originalem oder neuem Text nachdrehen, dafür gibts auch schon nette Beispiele: Remake 1 und Remake 2 

Die Musik ist mainstream, aber nicht zu schmalzig. Der Text ist schon wieder eine Liste, diesmal eine mit den Dingen, die er für seine Liebste tut. Die Verben sind fast vollständig im presente, auch hier bietet es sich an, eine eigene Liste zu erstellen. Ebenfalls ab erstem oder zweitem Lernjahr.

Achtung witzig! Unbedingt erstes Lernjahr. SuS sollten die Fehler finden (und verbessern), die Mike macht und sich dabei auf keinen Fall seinen Akzent angewöhnen 😛

Wenn ich richtig gezählt habe, gibt es nur ein pretérito indefinido, sonst ist alles im presente. Dafür sind die Vokabeln etwas anspruchsvoller. Zum Erschließen des Wortschatzes lassen sich Wortfelder mit guten und schlechten Gefühlen erstellen. Außerdem bietet der Text Gesprächsanlass für eine Diskussion über Lügen und Wahrheit(en).

Noch ein Liebeslied. Aber eins mit vielen Zeitformen 😉 Wenn man die Verben aus dem Text streicht, könnte man die SuS die richtige Form mithilfe des Hörverstehens wieder einsetzen und erklären lassen, warum gerade pretérito perfecto, pretérito indefinido, pretérito imperfecto oder subjuntivo stehen muss.

Schönes Beispiel für die Abgrenzung indefinido vs. imperfecto: „Apareciste justamente / Cuando estaba listo para quererte „

Und noch mehr Grammatik zum erklären lassen: „aunque“ steht im Text sowohl mit indicativo als auch mit subjuntivo.

Von der Band Río Roma gibt es noch sehr viel mehr auf YouTube. Allerdings weder musikalisch noch vom Text her bemerkenswert. Nützlich ist höchstens, dass es viele Videos dabei gibt, die im Wesentlichen aus dem Liedtext bestehen. Und das ist ja für ein Musikvideo im Unterricht unter Umständen hilfreich.

Gilt für alle: Man muss sich im Einzelfall überlegen, ob und wann man das jeweilige Video zeigt. Als Einstieg würde ich wahrscheinlich immer eine reine Audio-Version wählen, damit das reine Hörverstehen gefordert ist und erst mit dem Video das Hör-Seh-Verstehen, bzw. das Hör-Lese-Verstehen ansprechen.

Oder aber: Man zeigt ein Video ohne Ton und lässt SuS erzählen, was zu sehen ist, bzw. vermuten, worum es im Text geht.

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„El Kilo“ ist einer der Songs, die sich die SuS selbst ausgesucht haben, um sie im Kurs vorzustellen: Latino-Rap mit eingängiger Melodie, kraftvollem Rhythmus und kubanischem Slang. Die Botschaft ist eine Hymne an lebendige und authentische Musik aus Kuba.

CC by-nc-sa by bramloquet http://www.flickr.com/photos/amloq/with/194714394/

CC by-nc-sa
by bramloquet

Das Stück vom gleichnamigen Album „El Kilo“ (2005) von Orishas ist eine weitere Entdeckung aus der Reihe Lieder im Spanischunterricht, in der SuS selbst spanischsprachige Lieder ausgesucht und präsentiert haben (hier der Text, hier das Video). Auf jeden Fall sollte man, wenn man das Stück im Unterricht besprechen will, etwas zur Musikrichtung sagen, zur Herkunft des Rap und auf einige Besonderheiten hinweisen.

Musik:

  • Verschmelzung von Rap und karibischen Rhythmen, die Tradition der kubanischen Musik, die auch im Text zentral ist.
  • kubanische Instrumentierung (in diesem Stück leider kaum zu hören)

Ryhthmus/Klang:

  • Es ist typisch für den Rap, dass der Rhythmus der Musik die Metrik und Betonung der Worte bestimmt und manchmal „verzerrt“.
  • Das Spiel mit dem Tempo („flow“ genannt): Manche Passagen werden sehr schnell gesungen, andere betont in die Länge gezogen.
  • Typische Rap-Reime: Binnenreime, mehrfach gereihte, identische und auch unreine Reime

Die SuS können Beispiele für die einzelnen Merkmale im Song suchen.

Text:

  • viele regional geprägte Ausdrücke („asereo“: „Kumpel“, „Alter“, vielleicht auch mit „Digga“ übersetzbar; „el kilo“: der kubanische Céntimo als kleinste Münze); „guaguanco“: kubanische Rumba)
  • Slang-Ausdrücke / Szene-Sprache („flow“ als spezieller Rhythmus des Rap)
  • offene Kritik oder Anklage („politica cochina“, „de pendencieros mentirosos“)

Zum Audruck „el kilo“: Laut Ruzzo, einem der Orishas, kann man in Kuba für einen Céntimo ein Kilo Reis, Zucker, Bohnen oder Kartoffeln kaufen – die Grundnahrungsmittel. Daher der Begriff „kilo“. Die Wendung „no tiene vuelto“, die im Text ebenfalls vorkommt, bezieht sich darauf, dass es für diese kleinste Münze kein Wechselgeld geben kann – man erwartet nichts zurück dafür. Das lässt sich metaphorisch auf die Musik beziehen, da auch das Album „El Kilo“ heißt.

Zum Inhalt des Textes: Wahrscheinlich muss man nicht jede Zeile übersetzen, man kann eher nach Themenbereichen suchen lassen. Dabei könnten die SuS  auf folgende Wortfelder kommen:

  • „kubanische Musik“
  • „Ehrlichkeit vs. Lüge“
  • „verlogene Politik“
  • vielleicht noch etwas wie „sein eigen Ding machen“
  • oder auch „Wertschätzung von (musikalischen) Traditionen“

Noch ein Hinweis: Es gibt im Netz auch eine deutsche Übersetzung des Textes, die vielleicht als Vorlage zum Bessermachen für SuS dienen kann 😉

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Ein weiteres Lied, das eine Schülerin zur Präsentation im Unterricht ausgesucht hat. Das Stück von Manu Chao aus dem Jahr 2007 ist aufgrund der Thematik nicht unbedingt als Pausenfüller oder für eine Spaßstunde geeignet: Auf seine bekannt feinfühlige Art, aber mit Blick auf die ungeschönte Realität singt Manu Chao über Prostitution.

princesasWenn ich dieses Stück (hier auf YouTube) mal von mir aus im Unterricht behandeln sollte, werde ich sicherlich Formales und Grammatik weitgehend außen vorlassen und den Fokus auf den Inhalt lenken, bzw. auf dessen Darstellung, die unter die Haut geht.

Der Song gehört zum Soundtrack des Filmes Princesas der von zwei Freundinnen auf dem Straßenstrich von Madrid handelt.

Der gesamte Text ist zerrissen von den zwei Gesichtern des Ich, von zwei Zuständen, vom Hin und Her die Straße entlang und vom Auf und Ab des Lebens. Dabei streift Manu Chao die Klischees der Gedemütigten und der Stolzen, des gefallenen Mädchens und der

Unabhängigen:

La revoltosa y tan perdida
[…]
Me llaman puta, también princesa

An vielen Stellen steht die Hoffnungslosigkeit im Mittelpunkt:

Calle sufrida, calle tristeza de tanto amar
[…]
Me llaman calle, hoy tan cansada, hoy tan vacía
[…]
Me llaman calle la sin futuro
Me llaman calle la sin salida

aber da sind auch diese drei Zeilen Hoffnung:

Yo sé que un día llegará, yo sé que un día vendrá mi suerte
Un día me vendrá a buscar, a la salida un hombre bueno
Pa toa la vida y sin pagar, mi corazón no es de alquilar

Es ist ein Lied von Erniedrigung einerseits und dem Hüten eines Innersten, Unberührbaren, Unzerstörbaren andererseits:

No me rebajo ni por la vida
Me llaman calle y ése es mi orgullo

Zwischen den Zeilen, die von Gefühlen, Trauer und Hoffnung berichten, stehen andere, die nüchtern vom Alltag erzählen („Como maquinita por la gran ciudad / Me llaman calle, me subo a tu coche“).

Natürlich kann ich es mir nicht verkneifen, auf ein paar sprachlich besondere Stellen hinzuweisen: Der Begriff „malegría“ zum Beispiel, den Manu Chao ein paar Jahre zuvor bereits geprägt hat und der sogar Titel eines Liedes der Scheibe Clandestino aus dem Jahre 1998 wurde. Manu Chao erklärt den Neologismus folgendermaßen:

es esa dulce y a la vez amarga emoción que se tiene cuando la alegría y la melancolía se funden en una sola sensación, cuando todo parece ir bien, pero no cómo más nos gustaría. Es lo que sientes cuando la mujer a la que amas no está a tu lado, pero sabes que es feliz, o cuando un ser querido muere, pero no volverá a sufrir. Para nosotros no todo está bien, pero por mucho que queramos, no podría ir mejor. Ante eso, lo mejor es hacerse a la idea, resignarse. (Fundstelle laVentana)

Schließlich möchte ich die gesprochene Aufzählung von Frauennamen gegen Ende des Textes erwähnen, die dem Lied einen persönlichen Ton, etwas dokumentarisches („algo testimonial“ würde ich sagen) verleiht.

Und die Musik? Typisch Manu Chao und einfach schön!

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Band und Lied habe ich durch eine Schülerpräsentation der Klasse 10 kennengelernt. Es ist ein fröhliches Stück über Liebe mit einem bunten Strauß mehr oder weniger poetischer Wendungen, mit denen man leichtfüßig und unterhaltsam einige Stilmittel für den Literaturunterricht einführen kann.

el misterioso caso de

Die Gruppe Efecto pasillo stammt von Gran Canaria, der Titel Pan y mantequilla kommt ganz harmlos daher, aber der Inhalt ist unmissverständlich: Ein Mann singt eine Frau an, vergleicht sie mit Leckereien und mit Blumen und beschreibt, was er für sie tut. (Text siehe hier)

In der ersten Strophe ein bisschen Anatomie: cadera und cintura sind wichtige Begriffe in spanischsprachigen Liebesliedern – und sollten nicht miteiander verwechselt werden.

Die ersten drei Zeilen beschreiben den Gang der Frau. Es gibt eine Metapher: contamina (wobei man über die negativen Konnotationen des Wortes reden kann) und einen Vergleich: Die sich bewegenden Hüften werden mit Gelatine verglichen. Es folgt die starke Zeile, die auch für den Titel herhält: „te comería con pan y mantequilla“. Dieses Bild gilt es aufzuschlüsseln: Was fehlt auf einem Butterbrot? Was Süßes? Was Pikantes? Geschmackssache? Auf jeden Fall etwas, das das Ich gerne vernaschen möchte.

Im Weiteren finden sich Bilder aus dem Bereich der Natur, hübsch: „una caja con mil primaveras“ und Blumen, die sich mit der Dame des Herzens vergleichen wollen, aber das Ich stellt klar: „Tan solo a ti te riego yo“ – was das Bild wiederum umdreht: die Frau wird zur Blume.

Einige Bilder sind originell, andere gehören zu den konventionell-romantischen Requisiten: So scheinen Kerzen, Poesie und getrocknete Rosenblätter den Kitsch geradezu zu thematisieren. Darüber bietet sich eine Diskussion an: Was empfinden die SuS als Kitsch, was als Poesie? Sind herkömmliche Bilder nur abgegriffen oder auch schön?

Weitere Vorschläge:

  • SuS Wortfelder aus dem Text bilden lassen: zB Himmel, Natur, Lebensmittel
  • SuS sollen Vermutungen anstellen, wie der Name der Band entstanden ist*
  • Klangliche Stilmittel finden (zB Alliterationen der ersten Strophe, Anapher in Strophe 3, Mischung von identischen und reinen Reimen sowie Assonanzen im gesamten Lied)

Mit einem Condicional und zwei Subjuntivos stellt der Text grammatikalisch keine großen Herausforderungen dar, dafür vielleicht interessante Erweiterungen des Wortschatzes.

*Zum Namen der Band:

nuestro local de ensayo está entre dos edificios, formándose un pasillo con una ventolera tremenda al que llamábamos entre risas Efecto Pasillo (http://encuentrosdigitales.rtve.es/2012/efecto_pasillo.html)

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Als Einstieg in eine Reihe von Präsentationen spanischer Lieder in der Klasse 10 (5.Lernjahr) habe ich selbst einen Song vorgestellt: Ein bisschen Ska-Punk für die gute Stimmung und etwas Kritik am jugendlichen Junkfood-Konsumverhalten als Provokation waren eine gute Mischung. ska-p

Natürlich kann es auch frustrieren, wenn die Lehrerin erst Mal vormacht, wie’s „richtig“ geht, aber meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile. An meinem Vortrag konnten die SuS sich Eckdaten abgucken: Wie sollte ein Handout aussehen (das besser Thesenpapier heißt), was kann man über die Interpreten erzählen, warum sind auch Melodie und Rhythmus eventuell interessant, was lässt sich aus einem Text herausholen, wie kann man das Publikum miteinbeziehen?

Meine Wahl fiel auf den Titel McDollar der spanischen Band Ska-P (sprich: escape) – wobei ich beim Namen der Kapelle schon mal einhaken und Einschätzungen meines Publikums bezüglich Aussprache und Bedeutung einholen konnte. Die gesellschaftskritische Haltung der Gruppe musste Erwähnung finden. Wikipedia meint dazu

Sus canciones se caracterizan por su inconformismo, cuyas letras son una crítica al capitalismo, al nacionalsocialismo, al fascismo, al sionismo, al imperialismo, al racismo, y al especismo y un respaldo a los derechos humanos y a los de los animales, al ecologismo, al anarquismo y al anarcosindicalismo.

Dann haben wir das Lied gehört – gute Stimmung garantiert! Es schloss sich ein kurzes Gespräch an über Musikrichtung, Ryhthmus, Instrumentierung und deren Wirkung sowie Vermutungen über den Inhalt. Die Vermutungen wurden durch Erwähnung des Titels „McDollar“ korrigiert – schnell fiel der Verdacht auf McDonalds und alle ahnten, dass es kein Loblied auf Mäckes sein würde. Jede/r bekam den kompletten Liedtext mit Vokabelanhang ausgehändigt. So gerüstet ging es an eine gemeinsame Textanalyse und Interpretation.

Ein wenig Formales: Aus der Zeile 3 sollten die SuS erkennen, dass es ein yo lírico, vielleicht sogar ein yo-narrador gibt, die Zeile 4 führt ein lyrisches Du ein – es gibt also einen Ansprechpartner, der allerdings zunächst anders handelt als das Ich: Das Du besucht McDonalds und macht sich so zum Komplizen. Aus den Zeilen 5-15 haben wir recht ausführlich gemeinsam herausgearbeitet, was das Ich dem Fastfood-Konzern im Einzelnen anlastet:

  • destrucción del medio ambiente
  • falta de respeto ante los indígenas
  • maltrato de animales
  • comida de calidad mala
  • mentiras en la publicidad
  • negocio ladrón
  • explotación de trabajadores

Die Zeile 17 bietet dann dem Du (uns als Hörer/innen) eine versöhnliche Lösung an: „Acompáñame, te invito a ingerir, las tapas del bar de Fermín“. Die genannte Bar ist ein Stammlokal der Band und soll eine gesellige und politisch korrekte Alternative zu McDonalds darstellen.

Da die vorgeschlagene Madrider Bar für uns schwer erreichbar ist, haben wir uns an dieser Stelle vom Text gelöst und weitere Lösungen für die genannten Probleme gesucht. Den Abschluss bildete eine allgemeine Diskussion über Globalisierung, Fastfood und darüber, ob die Anschuldigungen berechtigt sind oder nicht.

Fazit
Bei mir haben Musik, Text und Thema gut funktioniert. Der Text war für die SuS im 5. Lernjahr weder zu schwer noch zu leicht, die Diskussion war lebhaft. Für größere sprachliche Herausforderungen bietet der Text einige Metaphern und Redewendungen, außerdem lässt sich die verwendete Sprachebene genauer untersuchen.

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Ein kleines Bonbon für meine Klasse 10 in den letzten zwei Wochen vor dem Halbjahreswechsel im Januar 2013: Jeder durfte ein spanischsprachiges Lied seiner Wahl vorstellen. Hier eine Liste der Lieder, die präsentiert wurden, mit kleinen Kommentaren zum Einsatz im Unterricht.

jazzbandDie Schüler/innen hatten zwei Wochen Zeit, sich ein spanischsprachiges Lied auszusuchen, um es dem Kurs vorzustellen. Ich hatte keinerlei Vorgaben gemacht, denn ich bin immer sehr neugierig, worauf die SuS von alleine kommen.

Eine Checkliste für die Aufgabe sah folgendermaßen aus:

La tarea: Presentar una canción en español

  • Preparar informaciones por escrito: la letra y puntos para la presentación
  • Tocar la canción con o sin video
  • Introducir el/la artista
  • Presentar la letra, explicar e interpretarla
  • Comentar la música, la melodía, el ritmo
  • ¿Por qué has eligido la canción? / ¿Por qué te gusta?
  • Hablar unos 15 minutos
  • Usar el vocabulario adjunto

Das „vocabulario adjunto“ waren knapp zwei DIN A4-Seiten mit hilfreichen Begriffen (zB la letra, el estribillo, el lenguaje coloquial) sowie Formulierungen, die inhaltlich inspirieren sollten (zB „la imagen simboliza“, „la estrofa trata de“, „la música me parece melancólica“).

Hier eine Liste der Songs, die vorgestellt wurden (aus Copyright-Gründen meist nicht die Original-Videos) mit Stichworten zu Inhalt und Einsatzmöglichkeiten:

Außerdem hier im Blog:

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