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Posts Tagged ‘Covid 19’

Eine unserer aktuellen Aufgaben sehe ich darin, Übungen aus dem analogen Unterricht in Formate zu bringen, die im Online-Unterricht umsetzbar sind. Hier mal ein Versuch mit einer Übung zum Literaturunterricht in Klasse 12.

Ich habe den Roman „Un viejo que leía novelas de amor“ bereits im letzten Halbjahr durchgenommen und hatte für das achte Kapitel eine Übung vorbereitet, in der die SuS zwanzig Sätze aus dem Kapitel in die richtige Reihenfolge bringen mussten. Die Sätze hatte ich ausgedruckt und auseinander geschnitten. Die Schnipsel (ursprünglich 30) wurden unter den SuS verteilt und alle mussten kooperativ arbeiten: ihre Sätze vergleichen, in den Kontext bringen und auf einem Tisch in der richtigen Reihenfolge auslegen.

Nun habe ich versucht, diese Übung als kleine App unter learningapps.org für den Online-Unterricht umzusetzen. Im Moment sieht das so aus:

Ist noch nicht optimal, der Platz ist eindeutig zu knapp für soviel Text, auch wenn man durch Klicken jeden Text nach vorne holen kann. Ausprobieren könnt ihr die Aufgabe hier:

https://learningapps.org/11289229

Die Schrift kann ich leider nicht verkleinern. Ich probiere weitere Formate dieser Plattform für andere Übungen aus und berichte hier weiter von meinen Ergebnissen 🙂

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Der Artikel zum ist jetzt schon fünf Wochen alt, wird aber wohl noch eine ganze Weile sehr aktuell bleiben. Es handelt sich um einen Erste-Hilfe-Plan für die Ad hoc-Umstellung auf Online-Lehre.

Dr. Anja C. Wagner, Fachfrau für innovative Bildung, kreative Trendsetterin für den Bereich globaler Transformation im digitalen Wandel und selbsternannte „Bildungsquerulantin“ hat Mitte März aus aktuellem Anlass Empfehlungen für Bildungseinrichtungen zusammengestellt – zur groben Orientierung und als Leitplanken für die kommende Zeit.

Der Artikel „Wie geht Online-Lehre quick and dirty?“ strukturiert übersichtlich und nachvollziehbar die Gedanken und Schritte in der Umstellung auf Online-Unterricht in einer Schule oder Hochschule. Insgesamt richtet sie sich dabei eher an die Administratoren und Unterrichtsplaner, trotzdem würde ich den kurzen Text allen empfehlen.

Speziell an uns LehrerInnen, die wir die Dinge umsetzen müssen, richtet sich der Abschnitt „Regelbetrieb“, in dem Anja C. Wagner erklärt, wie man einen Tag Online-Unterricht strukturieren kann. Dabei geht es nicht um konkrete Aufgaben oder Apps, sondern um die Organisation des Unterrichts.

Erhellend fand ich zum selben Thema das Interview mit Anja C. Wagner im Soziopod: https://youtu.be/vUgCclcb_J4

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Ein Brief in Zeiten von Covid-19 an das zukünftige Ich: Gedanken zweier spanischer Studentinnen darüber, was sich verändert hat, wie wir selbst uns verändern, und was wir vielleicht mitnehmen können aus der Situation.

Ja, wir haben Lehrpläne und Stoff, den wir durchziehen müssen, und das ist unter den aktuellen Umständen nicht einfach. Aber da wir uns gerade alle zusammen in dieser Ausnahmesituation befinden, Lehrende wie Lernende, in Deutschland wie auch in Spanien und überall, sollten wir auch das in den Unterricht miteinbeziehen.

Viele von euch machen das sicherlich schon, aber für manche von uns bedeutet es eine gewisse Sicherheit innerhalb all der Unwägbarkeiten, sich an vorgegebenen Unterrichtsinhalten entlang hangeln zu können. Gerade wenn die Darreichungsform schon ungewohnt ist, scheuen wir uns davor, uns auch noch inhaltlich auf unbekanntes Terrain zu wagen. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, und trotzdem möchte ich euch ermutigen, die gegenwärtige Lage und Lebenswirklichkeit der SuS miteinzubeziehen und mit den Lehrplänen hier und da flexibler umzugehen.

Das folgende Video wurde von zwei spanischen Studentinnen erstellt und reflektiert die sozialen und psychischen Belastungen der Covid-19-Pandemie. Sicherlich finden sich die meisten von uns in der einen oder anderen Form in diesem „Brief an mein Ich in einigen Monaten“ wieder. Über manche Dinge kann man sicherlich auch kritisch diskutieren.

An dieses Video lassen sich verschiedene Aufgaben im Rahmen des Online-Unterrichts anschließen, hier nur einige spontane Anregungen:

  • Viendo el video ¿te conmueve? ¿Que te afecta más, el texto o las imágenes? ¿Y qué parte, en especial?
  • Resume los puntos esenciales de este video.
  • ¿Qué es la intención de las autoras del video?
  • Completa la frase: „Si, hace tres meses, yo hubiera sabido que esto pasaría, …
  • Redacta una carta a tu „yo dentro de unos meses“.
  • Después de todo eso: ¿Qué cambiará para tí? ¿Qué cambiará para otras personas? ¿Qué debería cambiar?

Hier noch die Version mit englischen Untertiteln: https://www.youtube.com/watch?v=vYFn_s8tyaM

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„Kleine Lektüren großer Autor*innen“ – Unter dem Titel haben die Bibliotheken des Instituto Cervantes in Deutschland spanischsprachige Autorinnen und Autoren eingeladen, zum gestrigen Welttag des Buches (23.März) online aus ihren Werken zu lesen.

In aller Kürze stellen sich sieben AutorInnen aus Spanien, Mexiko und Uruguay vor, gehen darauf ein, wie sie die aktuelle Ausgangssperre erleben und lesen dann einen kleinen Ausschnitt aus einem ihrer Bücher. Die kleinen Lesungen (jeweils zwischen drei und fünf Minuten) sind auf YouTube nachzuhören.

Jede Lesung ist natürlich eine Literaturempfehlung und macht Lust auf die Lektüre. Darüber hinaus vermitteln die Lesungen, wie so viele Online-Veranstaltungen in diesen Tagen, das Gefühl, dass wir alle gemeinsam in dieser Situation sind und lassen uns virtuell ein Stück näher zusammen rücken.

Und für den Online-Unterricht?

  • Da die einzelnen Beiträge sehr kurz sind und spanische Untertitel haben, eignen sie sich für fortgeschrittene SuS zum Training des Hör-Seh-Verstehens.
  • Natürlich lassen sich daraus gut kleine Aufgaben stricken: Z. B. suchen sich die SuS (einzeln oder in Gruppen) einen der Beiträge aus, recherchieren über den Autor / die Autorin und suchen weitere Informationen über den Titel.
  • Die Ergebnisse können entweder schriftlich formuliert werden (in der Gruppe als kollaboratives Dokument) oder ebenfalls als 3-Minuten-Video erstellt werden.
  • Man könnte im Sinne des selektiven Verstehens den Fokus z. B. auf die Pandemie legen und aus jedem Video nur die Informationen heraussuchen lassen, die wir über die aktuelle Situation des Autors oder der Autorin während der Ausgangssperre erfahren und dann die einzelnen Aussagen miteinander vergleichen lassen.
  • Oder man pickt sich ein Video heraus und geht mehr in die Tiefe: Fernando Aramburu liest beispielsweise eine Textstelle, die die er selbst als „homenaje a mi lengua materna“ bezeichnet. In den Zeilen erwähnt er spanischsprachige Autoren und geographische Regionen und verwendet Metaphern und Anspielungen auf literarische Werke. Man könnte eine Aufgabe formulieren, in der die SuS Informationen über die genannten Autoren und Gegenden sammeln sollen. Noch etwas anspruchsvoller wäre der Versuch, den einzelnen Metaphern und Anspielungen auf die Spur zu kommen und zu erklären, was der Autor hier eigentlich über die spanische Sprache sagen will.

Die Namen der vertretenen AutorInnen: Pablo d´Ors, Antonio Ortuño, Rosa Ribas, Javier Cercas, Jorge Zepeda, Fernando Aramburu und Mercedes Rosende

Ankündigung auf der Seite des Instituto Cervantes

Nachzuschauen auf YouTube

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