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Erinnerung und Nachlese zum Online Course zu Open Educational Resources 2013 (COER13). Was bleibt?

Seit dem #COER13, der Weiterbildungsveranstaltung zu freien Lern- und Lehrmaterialien im Frühsommer, ist eine gefühlte Ewigkeit vergangen, das Abitur, der alljährliche Stress zum Schuljahresende, die Sommerferien und der Start mit neuen Klassen in neue Inhalte. Da sind die vielen Anregungen und Erkenntnisse des Kurses schon wieder verschüttet worden. Umso größer war die Freude, als ich diese Woche mein wOERker-Batch für die aktive Teilnahme an der Veranstaltung bekommen habe:

wOERker-Badge

Was ist für mich persönlich geblieben?

  • Ich achte viel konsequenter auf die Rechte von Material, insbesondere wenn es digital vorliegt.
  • Ich versuche immer, Material mit entsprechender Kennzeichnung zu verwenden.
  • Ich bemühe mich um die Nachnutzung von vorhandenem Material – was oft an langwieriger Recherche scheitert oder daran, dass es eben selten etwas gibt, das tatsächlich den aktuellen Bedürfnissen einer meiner Lerngruppen entspricht. Das muss ich meistens doch selbst erstellen.
  • Ich stelle selbst erstelltes Material zur freien Nachnutzung zur Verfügung (zB hier im Blog die Übungen zum Subjuntivo und zu Vergangenheitszeiten)
  • Ich weiß, dass es eine Community gibt, die hoffentlich weiter wächst und somit auch die Verbreitung von freiem Material vereinfacht.

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Wenn man die OER-Bewegung unterstützen will, gibt es zwei Dinge, die man unbedingt tun sollte: andere über die Vorteile von OER aufklären und eigene Inhalte selbst unter entsprechende Lizenzen stellen.

Nach dem Erstellen von OER (#COER13) ist der nächste Schritt die urheberrechtliche Einordung. Es ist nicht schwer, eigene Inhalte für andere legal zugänglich zu machen, aber man muss ein paar Dinge beachten. Zunächst gilt das Urheberrecht, das die Rechte des Kreativen schützen soll, auch wenn er sich nicht weiter darum kümmert. Das heißt, ich muss ausdrücklich erklären, wenn ich will, dass diese Beschränkungen der Verbreitung und Nachnutzung – die meinem eigenen Schutz dienen – partiell oder ganz aufgehoben werden sollen.

Wenn ich mich jetzt entscheide, ein Bild, einen Text oder eine Website (wie dieses Blog) für andere nachnutzbar zu machen, kann ich verschiedene Bestimmungen miteinander kombinieren  (siehe Artikel zu Lizenzmodellen):

  • Namensnennung (muss immer sein)
  • kommerzielle Nutzung möglich
  • Veränderung des Materials erlaubt
  • Weitergabe nur unter gleichen Rechten

Für jede einzelne Bestimmung gibt es ein Symbol und die Kombination der Symbole ergibt die spezielle Lizenz für ein Dokument. Das klingt komplizierter als es ist, wenn man den Vorgaben auf creativecommons.org folgt. Hier wird man mit Fragen wie

  • „Möchten Sie Abwandlungen und Bearbeitungen Ihres Werkes bzw. Inhaltes erlauben?“ oder
  • „Möchten Sie kommerzielle Nutzungen Ihres Werkes erlauben?“

von Klick zu Klick geleitet und erhält schließlich einen HTML-Code-Schnipsel, den man in jedes Dokument einbauen kann und der für Menschen und Maschinen lesbar die jeweilige Lizenz darstellt. Das kann zB so aussehen:

by-nc-saDiese Lizenz sieht vor, dass das Dokument unter derselben Lizenz weiterverwendet werden darf (SA), dabei aber nicht kommerziellen Zwecken dienen darf (NC) und dass der Urheber genannt werden muss (BY).

creative commons cc_byDie Lizenz, die CC-by-Lizenz, die ich auch für dieses Blog gewählt habe (steht rechts unter dem Archiv) ist die weitreichendste und erlaubt Folgendes: Texte, Bilder etc., die ich hier verwende, können von anderen unter Namensnennung der Urheberin auch verändert und sogar kommerziell genutzt werden.

Die kommerzielle Nutzung zu erlauben, widerstrebt Autor/innen meistens ganz instinktiv und in bestimmten Fällen sollte man das auch tatsächlich nicht tun. Aber solange ich selbst nicht ernsthaft vorhabe, mit meinen Materialien Geld zu verdienen, halte ich es für sinnvoll, sie anderen auch dafür zur Verfügung zu stellen. Ich möchte die Freiheit des Materials nicht einschränken aufgrund der vagen Annahme, jemand könnte das Geld verdienen, das ich gar nicht verdienen wollte, weil mir das zuviel Arbeit erschien. Diese Freizügigkeit nützt der OER-Bewegung und schadet mir nicht.

Ein weiteres Argument gegen die unbedachte Einschränkung der kommerziellen Nutzung, ist, dass diese Einschränkung oft nicht klar abgrenzbar ist. Wenn eine OER auf einem Blog erscheint, dessen Betreiber/in mit dem Blog durch Werbung Geld verdient, kann das bereits einen Streitfall darstellen.

Zum Weiterlesen:

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Laut des OER-Prinzips sollte der erste Abschnitt eines open course dazu dienen, sich einen Überblick über die Thematik zu verschaffen und eigene Lernziele zu definieren. Hier meine persönliche Bilanz nach der ersten Woche #COER13.

dartscheibe

Foto: Lupo / pixelio.de

Nach einem allgemeinen Überblick über die Startwoche des #COER13 nun hier mein persönliches Resümee. Zunächst habe ich einiges über den Ablauf und die Prinzipien von open courses gelernt. Diese Art von Veranstaltung basiert auf der Interaktion und dem eigenverantwortlichen Lernen aller Beteiligten. Die Erfinder des open course-Prinzips Stephen Downes und George Siemens haben den Ablauf einer Lehrveranstaltung in vier Abschnitte eingeteilt, wobei sich im ersten Abschnitt jeder Teilnehmende einen Überblick über das Thema verschaffen und eigene Lernziele definieren sollte. Wie sieht es damit bei mir aus?

Ich habe in der ersten Woche vier sehr gute Einführungs-Videos gesehen, an einer Live-Veranstaltung teilgenommen und viele der Vorstellungen der Teilnehmenden im Forum gelesen. Zusammenfassend habe ich folgende Ziele für mich gesteckt:

  • Auffinden und Kategorisieren von OER für meinen Bereich
  • Kenntnisse erwerben über die lizenzrechtlichen Voraussetzungen für Nutzen und Erstellen von OER
  • Erstellen und Veröffentlichen von eigenem Material
  • Austausch mit anderen Lehrer/innen

Im Allgemeinen ist die Motivation der Beteiligten erfreulich hoch. Viele Teilnehmende sind jedoch stark auf einen Bereich spezialisiert und Themen und Interessen decken ein breites Spektrum ab. Bisher gibt es im Forum leider noch keinen Treffpunkt für den Bereich Schule.

Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen.

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