Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Che Guevara’

Ein Lied über die Vermarktung Che Guevaras, schon im zweiten Lernjahr einsetzbar (dritte Fremdsprache) oder im dritten Lernjahr (zweite Fremdsprache). Es kann als Anlass dienen, zur Person von Che Guevara zu recherchieren – oder zur Einführung des Imperfecto de Subjuntivo.

Das Gesicht von Che Guevara ist eines der gegenwärtigsten in der Pop-Kultur der letzten 50 Jahre. Mit „Mc Guevara’s o Che Donald’s“ macht der argentinische Sänger Kevin Johansen den T-Shirt-Che Guevara zum Fastfood-Revolutionär und zeigt uns, wie der Held zum Abziehbild seiner selbst geworden ist.

Der Text ist einfach zu verstehen, neben vielen Präsensformen gibt es ein paar Indefinidos, ein Futuro und zwei Imperfectos de Subjuntivo. Auch das Vokabular ist unproblematisch, einzig das argentinische Wort für T-Shirt sollte erwähnt werden: remerita.

Inhalt: Es gibt einige Anknüpfungspunkte zur geschichtlichen Recherche. Neben der Suche zur Person Che Guevaras selbst können die SuS nach Fidel Castro, Pinochet, Perón und Evita forschen.

Grammatik: Gleich in der ersten Strophe findet sich ein Imperfecto de Subjuntivo „Todos declaran y hablan en nombre de él como si fueran él.“

Die „como si fuera“-Konstruktion bietet sich zur Weiterarbeit an. Die SuS sollen sich überlegen, wer sich verhält als wäre er jemand anders: „Tom habla como si fuera Jack Sparrow.“

Mc Guevara’s o Che Donald’s

Todos se dejan la barba y el pelo como él / Pero no son como él
Todos declaran y hablan en nombre de él / Como si fueran él
Yo me pregunto que estará pensando él / Si pudiera ver
Cómo se llenan de plata hablando de él / Sin saber nada de él
Todos se compran la remerita del Che / Sin saber quien fue
Su nombre y su cara no paran de vender…
Parece McGuevara’s o CheDonald’s
Parece McGuevara’s o CheDonald’s
No es hermano de Fidel ni pariente de Pino’che’
El nació en la Argentina y salió a recorre
No es de la época de Evita y a pesar del musical
Nunca fue asistente de Peron, el General
Yo me pregunto por qué le tocó a él
Ser Jesucristo al final del milenio, che, eh, Che
(Y lo mataron como un perro en Bolivia)
Vuelve y vuelve mil veces al que matan así
O es que al final nunca muere
El que no teme morir
Parece McGuevara’s o CheDonald’s

Read Full Post »

Che – Revolución

insidemovie.de schreibt

Wer eine geschichtsgetreue oder kritische Auseinandersetzung mit der Ikone Che erwartet, wird bei diesen Filmen allerdings enttäuscht. Sonderberghs Che-Filme sind vor allem eins – Actionfilme. Als solche sind sie jedoch gelungen.

Mein Eindruck des ersten Teil der beiden Che-Filme ist es eher der, dass enttäuscht wird, wer einen Actionfilm erwartet. Zwar gibt es Action-Szenen zuhauf, doch hält der Film einen dokumentarischen Stil durch. Natürlich handelt es sich deshalb nicht um einen Dokumentar-Film. Alles ist mit der entsprechenden künstlerischen Freiheit nachgestellt, auch ein Interview mit Ernesto Guevara-Benicio del Toro, das in Schwarz-Weiß in die eigentliche Handlung eingestreut ist.

In seinem Bericht für SPON von den Filmfestspielen in Cannes 2008, auf denen Benicio del Toro als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, vergleicht Wolfgang Höbel den Film mit einer Fototapete von Che. In der Tat scheint die Darstellung des jungen Revolutionärs bilderbogenartig: Guevara begrüßt Mitkämpfer mit Handschlag und Vornamen, Guevara verarztet Verwundete, Guevara raucht Zigarre, Guevara philosophiert über die Revolution.

Soderbergh verweigert sich einem umfassenden Porträt der Person Ernesto „Che“ Guevara und auch einer expliziten Kritik an ihr. Er konzentriert sich auf die Darstellung der Erlebnisse des Arztes, Politikers und Revolutionärs (Kritik von Andreas B. Krüger)

Die Aneinanderreihung von Bildern lässt keine Handlung neben der Revolution aufkommen, schon gar keine keine innere Handlung, überhaupt erfährt man sehr wenig vom Innenleben der Beteiligten. Die Darstellung ist eine Sicht von außen, nichts wird erläutert, es gibt keine Einblicke ins Gefühlsleben, nur einige Off-Kommentare Guevaras zur Revolution, die zT seinen Schriften entnommen sind – Keine Nähe, keine Identifikation mit einer der Figuren, man baut keine Beziehung auf.

Déjeme decirle, a riesgo de parecer ridículo, que el revolucionario verdadero está guiado por grandes sentimientos de amor. Amor a la humanidad, amor a la justicia, amor a la verdad. Es imposible pensar en un revolucionario auténtico sin esta cualidad.

So entsteht ein etwas plakatives, nicht emotional überformtes Bild von Ernesto Guevara, ein vermeintlich realistischer Eindruck der Revolution, die sich auf dem Weg nach Kuba durch den Urwald schlägt – eine sehr philosophisch, weltanschaulich fundierte Revolution.

Der spanischsprachige O-Ton ist besonders interessant, weil die verschiedenen Sprachvarianten des spanischen, argentinischen, kubanischen Spanisch die internationalen Anliegen deutlich machen. Sprachlich ist der Film nicht einfach zu verstehen, die Bilder unterstützen aber eindrucksvoll das Geschehen: Für fortgeschrittene Schüler zu empfehlen.

Film-Angaben:
Titel: Che – Revolución (Che: Part One)
Alternativer Titel: The Argentine (International)
USA, Frankreich, Spanien 2008
Laufzeit: 131 Minuten

Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Peter Buchman
Produktion: Laura Bickford, Benicio del Toro
Darsteller: Benicio del Toro, Demián Bichir, Rodrigo Santoro, Julia Ormond
Kamera: Peter Andrews, Steven Soderbergh
Musik: Alberto Iglesias
Schnitt: Pablo Zumárraga

Kinostart: 11.06.2009

Read Full Post »